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IRIS – Internal Rotating Inspection System

IRIS ist eine auf Ultraschall basierende Technologie zur Prüfung ferritischer und nicht-ferritischer Rohre. Selbst elektrisch nicht leitende Materialien wie z. B. Kunststoff lassen sich mit dieser Technik prüfen. Mit IRIS wird die absolute verbleibende Wanddicke der Rohe über die gesamte Rohrlänge präzise gemessen. IRIS ist genauer als andere Rohrprüfmethoden und hat den Vorteil, die Fehlergeometrie sichtbar zu machen. Lokale Unregelmäßigkeiten und Wandstärkenveränderungen können sowohl von der Rohrinnen- als auch von der Rohraußenseite sehr genau gemessen werden. Schäden unter Stützblechen können ohne Einschränkungen detektiert werden. Der Arbeitsbereich des IRIS-Systems erstreckt sich über eine große Spanne von Rohrabmessungen. So sind Rohrinnendurchmesser von 14,5 – 76,0 mm (0,57“ – 3,00“) und Wandstärken von 1,25 – 8,00 mm (0,06“ – 0,31“) ohne Weiteres prüfbar.

Anwendungsgebiete
IRIS wird hauptsächlich als Analyseverfahren in Kombination mit weiteren Prüfmethoden wie Wirbelstrom verwendet. Aufgrund der geringen Prüfgeschwindigkeit von ca. 6 – 12 Rohren pro Stunde ist es sinnvoll, lediglich wenige, ausgewählte Rohre zu prüfen, um andere zfp-Prüftechniken zu validieren. Weiterhin ist IRIS die einzig anwendbare Technik, um Fehlstellen im Bereich der Rohrböden von C-Stahl-Wärmetauschern (z. B. Luftkühler) zu detektieren.

Theorie
Der IRIS-Sensor (Prüfkopf) besteht im wesentlichen aus einer Zentriereinheit, einem Ultraschall-Transduktor und einem rotierenden Spiegelprisma. Ein Ultraschall-Impuls wird im axial angebrachten Signalgeber erzeugt und über einen auf 45° angeordneten, rotierenden Spiegel in Richtung Rohrinnenwand geleitet. Als nächstes findet eine Reflexion (Echo) an der Rohrinnenwand und weiter an der Rohraußenwand statt. Diese Echos werden über den rotierenden Spiegel an das System zurück reflektiert und weiterverarbeitet. Die Laufzeit zwischen den beiden Echos entspricht der verbleibenden Restwandstärke des Rohres. Die bekannte Schallgeschwindigkeit im zu untersuchenden Material ermöglicht die präzise Berechnung der verbleibenden Rohrwandstärke. Um das Spiegelprisma in Rotation zu versetzen sowie zur Kopplung des Ultraschalls wird gefiltertes Wasser verwendet.
Ein Referenzrohr mit gleichen Materialeigenschaften wie Dimension und Schallgeschwindigkeit wird benötigt, um das System für die Prüfung zu kalibrieren. Nach der Prüfung wird dem Kunden ein detaillierter „On-Site-Report“ mit dem Zustand jedes geprüften Rohres zur Verfügung gestellt.

Einschränkungen
IRIS eignet sich nicht, um kleine Pittings oder Risse in Rohren festzustellen. Weiterhin ist IRIS kaum oder nur sehr schwer in beengten Räumen anwendbar. Gebogene Rohre (U-Rohre, Rohrbögen) können nicht geprüft werden, da das System zu jeder Zeit zentriert geführt werden muss. Die zu prüfenden Rohre müssen einwandfrei gereinigt (metallisch blank) sein, um adäquate Messergebnisse erzielen zu können.